1. Tennisclub Pforzheim e. V.1. TC Pforzheim

Geschichte des Tennissports

Haltet den Ball - Die Geschichte des Tennissports
Die Ursprünge des Tennis reichen bis weit ins 13. Jahrhundert zurück. Es waren vor allem die Mönche, die in den Innenhöfen (engl.: court) ihrer Klöster das Rückschlagspiel ausübten. Im 14. und 15. Jahrhundert setzten sich in Italien das "Pallone" und in Frankreich das "Jeu de paume" durch, die unmittelbaren Vorläufer des Tennis. Zunächst wurde der Ball direkt mit der flachen Hand über ein gespanntes Seil gespielt, später mit einem Holzbrett. Schließlich entwickelte sich das Racket (aus dem niederländischen "racaetse" für Rückschlaggerät), ein mit Darm bespannter Schläger. Von Frankreich gelangte das Jeu de paume, das zunächst dem Adel vorbehalten war, über die Niederlande nach England, wo es sich zum Tennis entwickelte. Die Bezeichnung "Tennis" ist dabei auf den altfranzösischen Begriff "tenez l'estuef" ("Haltet den Ball") zurückzuführen. Bereits im 15. Jahrhundert wurde in England das Real Tennis (oder Royal Tennis) in so genannten Ballhäusern gespielt. Viele der Ballhäuser waren innen schwarz angestrichen.

Aus Kontrastgründen, so ist anzunehmen, trugen die Spieler weiße Kleidung, schlugen weiße Bälle. So avancierte Tennis vermutlich zum "weißen Sport". Die Kleiderordnung hielt sich lange. Erst gegen Ende der 80er-Jahre bröckelte der "weiße Sport" und die anfangs als Paradiesvögel bezeichneten Spieler griffen zur bunteren Spielkleidung. 1872 gründete sich der erste Tennisclub der Welt in Leamington (England). 1877 wurden vom All England Croquet and Lawn Tennis Club anlässlich des ersten Turniers in Wimbledon, eines von vier heutigen Grand-Slam-Turnieren ("Großer Handstreich"), neue Regeln verfasst, die bis heute größtenteils noch gültig sind.

Für jeden Fehler wurde man zur Kasse gebeten

Die Zählweise im Tennis stammt noch aus dem späten Mittelalter. Um ein Aufschlagspiel zu gewinnen, benötigt der Spieler vier gewonnene Punkte, die 15, 30, 40, Spiel gezählt werden. Zum Spielgewinn muss er mindestens zwei Punkte Vorsprung haben. Die merkwürdige Zählweise 15, 30, 40 leitet sich aus dem französischen Vorläufer des Tennis, dem Jeu de paume, ab. Dort wurde um 60 sous gespielt. Für jeden Fehler zahlte man an den Gegner 15 sous. Später wurde dann aus dem 45 im Englischen der einfacheren Aussprache halber 40. Die 60 fiel weg und wurde Spiel genannt. Die Herkunft des englischen Love für Null ist noch nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass es sich aus "to do something for love" (etwas aus Liebe tun) ableitet.

Medenrunde zu Ehren des ersten Präsidenten

Auch der älteste Tennisclub Deutschlands ist in Baden-Baden zu Hause. 1881 wurde der Internationale Lawn-Tennis-Klub Baden-Baden, der heutige TC Rot-Weiss, gegründet. Der Deutsche Tennis-Bund (DTB) entstand als Deutscher Lawn Tennis-Bund (Rasentennis) am 19.05.1902 in Berlin. Nach dem Deutschen Fußballbund bildet der DTB den zweitgrößten nationalen Sportverband. In Hamburg fiel der Tennissport auf besonders fruchtbaren Boden. Carl-August von der Meden, Hamburger Förderer des Tennissports, veranstaltete 1892 das erste große Tennisturnier in Deutschland. Daraus entwickelten sich die Internationalen Deutschen Tennismeisterschaften am Hamburger Rothenbaum. Carl-August von der Meden wurde auch erster DTB-Präsident. Zu seinen Ehren wird seit 1948 die Medenrunde als Herren-Mannschafts-Meisterschaft der Vereine ausgetragen.
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